Goldner Hirsch Bernsdorf
Der Gasthof ist einer der ältesten noch bestehenden Gasthöfe in unserem Landkreis. In verschiedenen Schriften tauchen erste Nachrichten Ende des 17.Jahrhunderts auf. Seine Lage an der alten Heeres- und Handelsstraße, die von Hof nach Dresden führte, untermauern diese Tatsachen. Als der Gasthof gebaut wurde bestand die heutige Brücke, als ein Teil der B 173, noch nicht einmal ansatzweise. Der gesamte Straßenverkehr erfolgte damals direkt durch den Dorfbach. Die durchziehenden Reisenden und Kaufleute hatten an dieser Stelle immer ein großes Stück Arbeit zu leisten, wollten sie die vollbeladenen Wagen ohne Unfälle hindurch bringen. Nicht selten spannten die Fuhrleute vier bis sechs Pferde an, damit sie diese Klippe überwinden konnten. Bis zum Bau der Brücke im Jahr 1803, mussten die Gäste um in den Gasthof zu gelangen, Treppen nach oben steigen. Da aber mit dem Bau der Brücke die Hofer Straße vor dem Gasthofeingang höher angelegt wurde, veränderte sich auch die Treppenanlage. Was bisher nach oben führte kehrte sich nun in das Gegenteil um. Ab sofort führten die Treppen hinunter und das bis zum heutigen Tage. Ein über dem alt-ehrwürdigen Stammtisch hängendes Bild zeigt eine Darstellung des Gasthofes aus dem Jahr 1849. Zu allen Zeiten bis heute galt – immer hatte der jeweilige Gastwirt alle Hände voll zu tun, um den gesunden Appetit seiner hungrigen Gäste und deren Durst zu stillen. Auf der Speisekarte ist seit ewigen Zeiten die gut bürgerlicheKüche zu finden, ergänzt durch Wildspezialitäten. Jahrzehnte, bis zum Jahr 1985, erfolgte die Lieferung des geschossenen Wildes aus dem ehemaligen Kreis Hohenstein-Ernstthal ausschließlich an den Gasthof. Damit die Wildspeisen auch in einem entsprechenden Ambiente serviert werden konnten, entstand 1973 die Jägerstube mit einer Kapazität von ca. 60 Plätzen. Zu einem guten Essen gehört auch ein guter Schluck. Vor 1979 kam das „Mauritius-Bier“ aus Zwickau, im Volksmund auch „Zwickauer-Sterbehilfe“ genannt, zum Ausschank. Erst nach Verhandlungen mit mehreren Seiten gelang es aus der Lieferkette des Gastwirtes Kurt Steinbach, seine Gastwirtschaft befand sich nur wenige Meter über die heutige Bundesstraße vom Gasthof entfernt, das begehrte „goldene Nass“ zu beziehen. Von nunan kam es aller 14-Tage zum großen “Fässerrollen”. Daran beteiligte sich auch einmal ein völlig ungeübter und die Folge war, dass das Fass die Richtung verlor und im Dorfbach landete. Nur mit großer Kraftanstrengung gelang es das 100- Liter Holzfass zu bergen. Aber es wurde tatsächlich herausgefischt und der Ausschank war gesichert. Über die Ortsgrenze hinaus ist der „Goldene Hirsch“ auch für seine Veranstaltungen eine gute Adresse. Zu nennen wären die Faschingsveranstaltungen, Tanzveranstaltung, aber auch Familienfeiern im kleinen oder großen Rahmen und natürlich jedes Jahr zum Jahreswechsel die Silvesterfeiern. In ganz vergangenen Zeiten konnten die Bernsdorfer und ihre Gäste im Saal auch eine Zirkusveranstaltung verfolgen. Dabei hatte sogar ein Elefant seinen großen Auftritt. Da er sich aber nicht wie im berühmten Porzellanladen benommen hatte, ging alles gut über die Bühne. In seiner Jahrhundert alten Geschichte entging der Gasthof auch einmal einer Brandkatastrophe. Am 19. November 1906 musste der damalige Paul Fröhlich festgenommen und ins Krankenhaus Lichtenstein gebracht werden. „offensichtlich in einem Anfall von Delirium versuchte der dem Spirituosengenusse völlig ergebene in der 2.Nach-mittagstunde seinen Gasthof niederzubrennen. Ab 1954- 1978 wurde der Gasthof von der Familie Erich Streitberger bewirtschaftet. Auf Grund seines etwas aufbrausenden Chrakters wurde er von den Einheimischen auch ” Niesbär” genannt.“Von 1978 bis 31.05.2007 wurde der Gasthof von Hanni und Volkmar Stelzmann geführt. Seit dem 1.06.2007 wird der „Goldner Hirsch“ von Ronny Müller,Ramona & Doreen Schepanski geführt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und werden Ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. Die vorhandenen Räumlichkeiten können für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden. Beide Gaststuben haben zusammen ca.60 Plätze und der Saal bietet ca. 180 Gästen Platz. Weiterhin können wir Ihnen unsere Jägerstube mit bis zu 50 Sitzplätzen empfehlen.
Sprechen Sie uns an und wir werden Sie gern beraten. Ihr Team vom „Goldner Hirsch“
Ab 1830 konnten die Besitzer des Gasthofes lückenlos ermittelt werden: 1830 - 1856 C. Nötzold, 1856 - 1882 A. Nötzold, 1882 - 1903 P. Nötzold 1903 - 1911 P. Fröhlich, 1911 - 1919 R. Weißgerber, 1919 - 1934 B. Kühn, 1934 - 1949 K. Meier, 1949 - 1953 F. Köppel, 1953 - 1978 E. Streitberger 1978 - 2007 J. Steltzmann, 2007 bis .......R. Müller
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